Presse

Schule Berater helfen Eltern, wenn ihre Kinder gefördert werden (AZ vom 20.12.2014)

Felix ist sieben Jahre alt und geht seit diesem Jahr zur Schule. Dafür mussten vorher einige Steine aus dem Weg geräumt werden. Denn Felix hat eine große Muskelschwäche in den Oberschenkeln. Das bedeutet, er tut sich schwer beim Gehen. Dass er trotzdem in der Suttschule unterrichtet werden kann, daran hat die Beratungsstelle für Schulen (BFS) großen Anteil. „Es ist gut, jemanden an seiner Seite zu haben, der einem unbürokratisch und direkt hilft", sagt der Vater von Felix, Jörg Heiler. Die Arbeit der Kemptener Berater in Sachen Inklusion wurde jetzt im Kultusministerium als beispielhaft für ganz Bayern herausgestellt. „Wie alle Eltern wollen wir soviel Normalität wie möglich für unseren Sohn", sagt Jörg Heiler. Deshalb sollte Felix in der nächsten Grundschule seiner Umgebung unterrichtet werden.

Mittelschulen Jugendliche sollen frühzeitig Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln (AZ 9.10.13)

250 Kilo wiegen die Betonsockel für die Rundbank im Innenhof der Robert-Schuman-Schule. Um sie zu transportieren, haben Schüler wie Christopher Wegrath eigens einen Kran konstruiert. Manuel Immler hat seine Liebe zum Holzbau entdeckt und in ein Praktikum umgesetzt. Lilli Cekuhin ist seit vergangenem Jahr sicher, dass das Friseur-Handwerk für sie nichts ist. Ihre Erfahrungen haben die Jugendlichen im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Kempten gemacht.

Maria-Ward-Schule Projekt von Stadt, Landkreis, Agentur für Arbeit und Liebherr Verzahntechnik läuft seit fast sechs Jahren (AZ vom 24.6.2013)

Ein gelungenes Berufsorientierungsprojekt nannte Richard Schregle, Leiter der Maria-Ward- Realschule die Aufbau- und Leistungskurse „Mädchen und Technik" (MUT) bei der Feierstunde der Zertifikat-Übergabe an 49 Schülerinnen der 8. Klassen. Das Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Landkreis, der Agentur für Arbeit, der Firma Liebherr Verzahntechnik und der Mädchen-Realschule laufe bereits im sechsten Jahr, sagte Schregle. Rund 400 Mädchen haben in dieser Zeit am MUT-Projekt, das in drei Stufen aufgeteilt ist, teilgenommen und wurden nach erfolgreichem Abschluss mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Projektleiter Peter Heinrich sprach über Grundlagen und Ziele der Kurse. In den ersten beiden lernen die Mädchen in der Schule ihre handwerklichen und technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten kennen. Diese werden im dritten Teil des Projekts an den Werktischen der Liebherr Verzahntechnik unter fachkundiger Anleitung weiter gefördert. „Mit viel Fleiß und Einsatzbereitschaft haben die Mädchen damit einen ersten, wichtigen Schritt hin zu einer erfolgreichen beruflichen Perspektive gemacht", freute sich Kemptens Bürgermeisterin Sibylle Knott mit den Schülerinnen über das Zertifikat.

Kinder und Jugendliche müssen über die Gefahren im Netz aufgeklärt werden (Kresibote vom 6.3.2013)

Ein 25Jähriger gibt sich im Internet als Jugendlicher aus und nötigt Kinder und Jugendliche zu sexuellen Handlungen vor der Webcam. Im Ostallgäu terrorisiert ein 20-Jähriger eine 14-jährige, die er zuvor im Internet kennen gelernt hatte. Das world wide web' scheint sich zunehmend zu einer Gefahrenstelle für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Polizei und Jugendämter im Oberallgäu haben das längst erkannt und versuchen gegenzusteuern. „Wir wollen präventiv und vorausschauend aufklären", sagt Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amts für Jügendarbeit bei der Stadt Kempten.

AZ vom 2.2.2013

Kempten Für Schüler, die zeitweise besonders unter Druck geraten, gibt es in Kempten ein bewährtes Ventil: Die Flex-Klassen. In kleinen Gruppen wird den Kindern und Jugendlichen geholfen, Krisen zu überwinden und sich wieder in den Klassenverband einzufinden. Diese Kooperation zwischen Schulen und Jugendhilfe ist eines der Vorzeigeprojekte im Programm „Zukunft bringt's". Im vergangenen Jahr wurde das Flex-Modell weiterentwickelt – für Grundschulen (Flex 1) sowie für die fünften bis siebten Jahrgangsstufen (Flex 2, neu). Dazu gibt es die SFK: Stütz- und Förderklasse 1 für Kinder mit emotional-sozialem Förderbedarf der ersten bis dritten Jahrgangsstufe und SFK 2 (neu, vierte bis sechste Klasse). 13 Grund- und Mittelschulen sind einbezogen, dazu das Agnes- Wyssach-Förderzentrum. Schulamt, Diakonie und Stadt sind Partner bei Flex. Ziel der Betreuung dieser Kinder „am Rande der Beschulbarkeit" ist, dass sie nach einiger Zeit der intensiven Förderung wieder in ihre Stammklassen zurückkehren. Im Schnitt seien die Mädchen und Buben drei Monate in den Flex- Klassen, wurde im Jugendhilfeausschuss erläutert. Die Betreuung sei nachweisbar effektiv, betonte der Leiter des Amts für Jugendarbeit, Thomas Baier-Regnery. Er sprach von einem „Meilenstein zur Umsetzung der Inklusion", bei dem frühzeitig präventiv und damit kostengünstig gehandelt werde. „Das gibt es nur in unserer Stadt", unterstrich Oberbürgermeister Dr.Ulrich Netzer. Siegfried Oberdörfer (SPD) warb dafür, an allen Schulen einen medizinisch-psychologischen Dienst zu installieren.

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